Für fast jeden Menschen ist sie mindestens einmal im Leben ein Thema: die Suche nach einem geeigneten Partner. Und manchmal kann sich diese Suche ganz schön schwierig gestalten. Damit nicht genug. In den meisten Fällen wird auch verleugnet, auf Partnersuche zu sein. In Beziehungen, mit denen es nicht zum Besten steht, kommt es gar nicht so selten vor, dass einer der Partner sich bereits vor Beendigung der einen Partnerschaft nach einem neuen Partner umsieht. Ein friktionsloser Übergang von einer Beziehung in die nächste wird der Trennung und einer Phase des Ohne-Partner-Seins vorgezogen. Dieses Vorhaben kann nur gelingen, wenn es geheim gehalten wird.

Umso mehr ist Verschwiegenheit Pflicht, wenn keine Motivation besteht die Partnerschaft aufzulösen, sondern diese bestehen bleiben soll und trotzdem fremdgegangen wird, weil man das, was man sich in der Beziehung ersehnt, dort nicht erhält.

Aber auch kaum ein Single gesteht ein einen Partner zu suchen. Bei den Singles muss zwischen jenen, die freiwillig ohne Partner leben, und jenen, die sich eine Partnerschaft wünschen und unfreiwillig partnerlos sind, unterschieden werden, wobei letztere den Löwenanteil ausmachen. Freiwillige Singles möchten sich bewusst nicht binden, vielmehr ihre Freiheit genießen. Ihre Suche erstreckt sich meist auf einen Sexualpartner. Sich dazu zu bekennen, ist auch in unserer Zeit nach der Sexuellen Revolution der späten 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts schwierig. Unfreiwillige Singles hingegen, die schon seit geraumer Zeit erfolglos versuchen einen passenden Partner zu finden, möchten verständlicher Weise von ihrer Umwelt nicht mit dem Scheitern der Partnersuche konfrontiert werden und geben vor, sich aus freien Stücken für das Single-Leben entschieden zu haben.

Die Partnersuche heute scheint schwieriger zu sein als früher, wie Statistiken über die zunehmende Zahl an Singles eindrucksvoll belegen. Häufig werden die gestiegenen Anforderungen im Beruf als Ursache genannt. Auffällig ist jedoch, dass die Partnersuche heute unter geänderten Rahmenbedingungen stattfindet. Noch vor vierzig Jahren war der überwiegende Großteil der Partnersuchenden Teens und „frühe“ Twens. Man lernte sich oft beim Ausgehen kennen, es wurde jung geheiratet, und die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbindung lebenslang sein würde, war hoch. Mancherorts ist heute eine intakte Ehe bis zum Lebensende eher die Ausnahme denn die Regel (Scheidungsraten über 50 %). Es ist davon auszugehen, dass freie Partnerschaften im Durchschnitt nicht länger andauern als Ehen. Viele Partnersuchende stehen also nicht nur voll im Beruf, sondern haben vielleicht bereits eine Scheidung hinter sich und sind alleinerziehende Eltern. Unter diesen Umständen bleibt für die Suche nach einem Partner nur wenig Raum.

Daher ist wenig verwunderlich, immer mehr Menschen nutzen das Internet auch zur Partnersuche. Zeitlich ungebunden und absolut anonym kann Frau/Mann sich dort umsehen oder auch finden lassen und unkompliziert neue Kontakte knüpfen.

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  • Eine Antwort zu “Warum man über Partnersuche nicht gerne spricht”

    1. Jenny sagt:

      Every word is truth, it is hard a never before to find the right one :D

      jenny

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