Wer Flatrates miteinander vergleicht, um für den individuellen Bedarf eine Passende online zu bestellen, der muss sich zwangsläufig sowohl im mobilen als auch im stationären Bereich genau einlesen, um späteren Ärger zu ersparen. Flatrates klingen verlockend und allein der Name ist ein reisserisches Argument. Doch was dem einen Provider sein „Hi-Tech Topangebot“ in Sachen Datenspeed, das kann beim nächsten schon beschmunzelter und längst als überholt geltender Standard sein. Billiganbieter sind manchmal wirklich nur billig, aber nicht preiswert – denn deren Leistung ist oft nicht mehr oder schon lange nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik.
Auf dem Sektor stationärer DSL-Anbieter ist der Vergleich noch einfach nachzuvollziehen. Fragen nach Datenlimitierungen und Prospektgeschwindigkeit sowie realisierbarer Datenübertragung sind hier schnell zu klären und bei Diskrepanzen reagieren die Anbieter recht schnell, um negative Pressestimmen zu vermeiden.
Bei den mobilen Anbietern sieht es da ganz anders aus. Während die einen Anwender flateratemässig mit den Topstandards (UMTS, HSDPA & HSUPA) surfen, trinken andere direkt nebenan beim Seitenaufbau jedesmal eine Tasse Kaffee, bis diese angezeigt wird.
Brauchbare Anbieter haben hier moderne Highspeedstandards im Sortiment, während sich andere Anbieter mit Flächendeckungshemmnissen und veralterten Senderkonfigurationen herumärgern müssen. Die D-Netze sind hier wohl schon klassisch die Adaptoren neuester Technologien, während man im E-Netz sich mit Händen und Füßen dagegen zu wehren scheint und dem Kunden zwar vollmundig Flatrates anbietet, diese aber dann kastriert oder erst gar nicht anbieten kann, weil die Sender noch gar nicht dafür gerüstet sind. Offensichtlich wartet man ab, wie viele Verbraucher und Vertragsparter (virtuelle Provider) wegwechseln, bevor man sich zur Aufrüstung entscheidet, weil der ursprünglich geplante Sprung über eine ganze Entwicklungsstufe sich hinzieht, wie ein alter Kaugummi. Datenlimits sind Hemmschuhe, man stelle sich nur vor, nach rasanter Fahrt im 12 Zylinder Ferrari müssen Ihre Daten nun in einem 3-zylindrigen Billigjapaner fahren, der auf einem „Topf“ nicht richtig zündet.
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