Unter Benediktinern versteht man Mönche und Nonnen, die nach den Regeln von Benedikt von Nursia leben. Die Benediktiner bilden einen Orden innerhalb der römisch-katholischen Kirche, teilweise auch in der anglikanischen bzw. evangelischen Kirche. Diese Orden ist der älteste westliche Orden. Sein Ursprung ist bis ins 6. Jahrhundert zurück zu verfolgen. In Subiaco in der Nähe von Rom wurden die ersten von mittlerweile ca. 50 Benediktinerklöstern in Italien gegründet. Auch das berühmte Kloster Montecassino wurde von Benedikt im Jahre 529 gestiftet. Dort verfasste er Mönchsregeln, die das ganze Klosterleben organisieren konnten. Diese Regeln beinhalten, wenn man die Zeit in der sie entstanden sind bedenkt, keine extreme Askese oder Strenge. Sie regeln viel mehr die entsprechend der Jahreszeit zu behänden Feierlichkeiten, sowie eine Zeiteinteilung für das Beten und Arbeiten der Mönche. So soll ein Benediktiner zwischen vier und acht Stunden jeden Tag beten. Für Schlaf bleiben ihm etwas sieben bis acht Stunden. Der Rest der Zeit kann der Benediktiner dazu verwenden zu arbeiten, zum Beispiel durch Gartenarbeit in einem Klostergarten, oder religiöse Lektüren zu studieren. So lautet das Lebensmotto der Benediktiner auch „ora et labora“, also „lebe und arbeite“. Ein weiteres Motto lautet: „Ut in omnibus glorificetur Deus“ was so viel heißt wie: „Auf dass Gott in allem verherrlicht werde“.

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