Euro Pfund Wechselkurs weiter interessant
Geschrieben von: Wechselkursspezialist in WirtschaftDie britische Volkswirtschaft und das Pfund (GBP) haben besonders unter der Finanzkrise gelitten. Großbritannien ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr viel stärker abhängig von der Finanzindustrie. Es wird geschätzt, dass ca. 8 Prozent der britischen Wirtschaftsleitung durch Finanzdienstleistungen erbracht werden. In Deutschland sind es weniger als 3 Prozent.
Britische Grossbanken wie Lloyds TSB haben Rekordverluste im Jahre 2008 ausgewiesen und mussten teilverstaatlicht werden. Daneben hatte sich am britischen Häusermarkt eine Blase gebildet. Die Immobilienpreise waren sehr schnell gestiegen und hatten sich zu weit entfernt vom Substanzwert.
Zur Finanzierung von Rettungspaketen musste die britische Regierung unter Premierminister Gordon Brown neue Schulden in Rekordhöhe aufnehmen. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro (EUR) steht jedoch nicht wesentlich besser dar. In Griechenland, Portugal und Italien müssen massive Haushaltsdefizite in den nächsten Jahren zurückgeführt werden.
Das Britische Pfund und der Euro gehen angeschlagen in das Jahr 2010. Dabei müssen Devisenhändler herausfinden, welche der beiden Währungen sich schneller erholen wird. Großbritannien gilt im Vergleich zur Eurozone als politisch handlungsfähiger. Die sehr unterschiedlichen Probleme auf dem Kontinent, wie Haushaltsdefizite und mangelnde Kreditvergabe durch Banken, könnten erneut Schwierigleiten verursachen.
Der EUR/GBP Wechselkurs würde damit in 2010 erneut unter Abwärtsdruck geraten. Ein erneuter Versuch das Hoch bei EUR/GBP 0,98 aus dem Jahre 2008 zu testen erscheint wenig wahrscheinlich. Allerdings muss damit gerechnet werden, dass eine verstärkte EUR/GBP Abwärtsbewegung erst nach den britischen Parlamentswahlen im 2. Halbjahr 2010 einsetzen wird.

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