Die Heizkosten steigen vom Jahr zu Jahr, obwohl man sein Heizungsverhalten nicht verändert hat. Grund hierfür sind die ständig steigenden Öl- und Gaspreise: Die rasante Entwicklung des Ölpreises im Juni 2008 hat viele Hausbesitzer dazu veranlasst ihre Heizung einer grundlegenden Überprüfung zu unterziehen, um die Effektivität zu prüfen.
Hier kann der so genannte Heizungs-Check die bestehenden Probleme einer Heizung aufdecken und damit entweder mögliche Potenziale freisetzen oder die Notwendigkeit einer Modernisierungsmaßnahme verdeutlichen. Dabei wird die gesamte Kette genauestens untersucht – angefangen beim Heizkessel, den Regeleinrichtungen und der Hydraulik, bis hin zur Dämmung der Rohrleitungen – all diese Punkte werden entsprechend bewertet. Nach Abschluss dieser Untersuchung kennt der Hausbesitzer alle Schwächen und Stärken seiner Anlage und kann, falls erforderlich, entsprechende Schritte einleiten.
Der Heizungs-Check ist nach DIN-Norm zertifiziert und ermöglicht somit eine absolut neutrale Kontrolle der installierten Heizungsanlage. Der Test kann von einem auf diesem Gebiet geschulten Energieberater oder Fachhandwerker durchgeführt werden. Die Dauer des Heizungs-Checks dauert bei einem Einfamilienhaus im Schnitt rund eine Stunde, die Kosten dafür liegen bei ca. einhundert Euro.
Das Verfahren wurde erst im Jahr 2007 entwickelt und in Hessen in einer Pilotphase getestet. Danach haben 80% aller Hausbesitzer, bei denen der Test durchgeführt wurde, diesen für transparent, nachvollziehbar und objektiv erklärt. Noch immer sind in vielen Häusern Heizungsanlagen mit alten Heizkesseln, falsch justierten Brennern, ungeregelten Heizungspumpen oder defekte Thermostatventile an Heizkörpern vorhanden. Mit bereits kleinen Veränderungen kann enorm Energie eingespart werden – was bei konstant und langfristig steigenden Energiepreisen zu größeren Ersparnissen führen kann.
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Mai 3rd, 2009 an 14:45
Feldtests haben bewiesen, dass mehr als 40% aller Heizkessel in Deutschland überdimensioniert sind. Oft ist eine zwischenzeitlich erfolgte Dämmung die Ursache. Manchmal haben es Bauherr und Heizungsbauer bei der Planung auch einfach nur “zu gut gemeint”. Als unnötige Kostenverursacher haben sich daneben auch schlecht eingestellte Brenner, ungeregelte Heizungspumpen und zu alte Thermostatventile an Heizkörpern hervorgetan.