Ein schöner Teppich macht einen Raum oft erst wohnlich. Er strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus, bedeckt kalte, nackte Bodenflächen und setzt einen bunten Akzent. Dabei ist es zunächst egal, ob man einen modernen Design-Teppich bevorzugt oder ein klassisches orientalisches Muster.
Ein Teppich verleiht jedem Wohnzimmer den letzten Schliff. Aber auch im Kinderzimmer verlegen Eltern gerne einen warmen Teppichboden. So können die Kleinen dort sitzen und spielen, ohne dass ihnen kalt wird.
Teppiche in der Kulturgeschichte
Die Herstellung von Teppichen reicht weit in die menschliche Kulturgeschichte zurück. Bei den Nomaden spielen Teppiche seit Jahrtausenden eine zentrale Rolle, da man sie praktischerweise aufrollen und einfach mitnehmen kann. Sozusagen ein Stück Heimat, das man an jedem Ort neu entfaltet. Später ist vor allem die Teppichproduktion im orientalischen Raum erwähnenswert. Aufwendig gewirkte oder geknüpfte Teppiche werden hier schon seit Jahrhunderten hergestellt. Wer könnte sich schon eine Filmszene in einem orientalischen Palast vorstellen, ohne zwangsläufig an prächtige Teppiche am Boden und den Wänden zu denken. Sie gehören zu unserem romantischen Bild des Morgenlandes wie der Turban und die Bauchtänzerin.
Nach Europa kamen diese Kunstwerke zunächst über Spanien, das im frühen Mittelalter eine Begegnungsstätte der arabischen und der abendländischen Kultur war. Unter maurischer Herrschaft erblühte Andalusien und beschleunigte auch den Austausch von Waren wie edlen Gewürzen oder kostbaren Teppichen. In Frankreich und England wandte man sich in der frühen Neuzeit dem gewebten Teppich zu, einer typisch europäischen Technik. Mit der Erfindung der Dampfmaschine wurden Webstühle hernach auch automatisch betrieben. Die industrielle Teppichproduktion nahm hier ihren Anfang.
Diese ganze Kulturgeschichte schwingt mit, wenn wir in unseren modernen Häusern und Wohnungen einen Teppichboden verlegen. Und auch bei modernen Teppichböden sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob dunkel oder hell, einfarbig oder bunt, kurz oder lang – für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Auch für kleines Geld gibt es bereits ansprechende Modelle.
Teppiche und Allergien
Die Wahl des richtigen Teppichs ist aber nicht nur eine Geschmacksfrage. Hausstaub ist für Allergiker nicht nur eine Frage der Sauberkeit. Zu lange Teppichfasern können hier die Gesundheit beeinträchtigen. Ein klassischer Flokati etwa mag wohl Fans der 70er-Jahre begeistern, ist für Allergiker aber wohl eher ungeeignet. Kurzhaarige Teppiche aus Sisal scheinen hier eher angebracht. Auch wird Allergikern meist von der Verlegung eines Teppichbodens abgeraten. Besonders im Schlafzimmer ist dies nicht angezeigt. Doch gegen einen nicht allzu großen Orientteppich im Wohnzimmer ist im Allgemeinen nichts einzuwenden. Hier sollten Allergiker allerdings die regelmäßige Reinigung nicht vernachlässigen.